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Tolle Show in Karnak

In der Widderallee warten wir auf den Beginn der Show. Musik erklingt, Fanfaren ertönen, die Widdersphingen werden angestrahlt, und eine Stimme erzählt uns vom Beginn der Schöpfung, als der Gott Amun sich auf einer Anhöhe niederließ und das Land sich aus dem Wasser erhob.

Wir gehen durch die Tempelanlage, immer wieder erzählt die Stimme untermalt von Musik, was sich einst hier begeben hat. Es handelt von Göttern und Königen, von Bauherren und von Kriegen, von Siegen und Niederlagen. Wir gehen durch das Areal des Tempels, der bei Nacht viel mystischer wirkt als bei Tageslicht, bis wir schließlich am Heiligen See auf der Tribüne Platz nehmen, wo sich das Spektakel seinem Ende nähert.

Der heilige See wurde von Thutmosis III. angelegt. Er ist der größte Heilige See, was mit seinen Maßen von 120 x 78 Metern wohl kaum jemanden wirklich wundert.

Durch die Art der Beleuchtung werden jeweils Einzelheiten hervorgehoben. Plötzliche Beleuchtungswechsel lassen Einzelheiten abrupt und eindrucksvoll aus der Dunkelheit auftauchen. Diese Effekte sorgen zusätzlich für einen mystischen Eindruck.

Weil der Tempel keine einheitlich durchgeplante Anlage darstellt. sondern im Lauf der 20 Jahrhunderte recht wahllos zusammengestückelt wurde, ist es gar nicht so einfach, sich zurechtzufinden. Grob gesprochen lässt sich sagen, dass die Bauteile - je weiter man vom Eingangstor in den Tempel vordringt - immer älter werden.