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KARNAK & LUXOR-TEMPEL

 

Da die Ägypter ihre Toten traditionell auf der Westseite des Nils begruben, weil dort die Sonne untergeht, befinden sich dort alle Toten-Stätten und Nekropolen.

Die Tempelanlagen der Menschen hingegen befinden sich auf der Seite der Lebenden in Theben-Ost, wo die Sonne aufgeht.

KARNAK-TEMPEL

Die Tempelanlage besteht aus drei von Mauern umgebenen Bereichen. Herausragend unter den Ruinen sind der Tempel des Amun-Re mit seinen insgesamt zehn Pylonen. Der große Amun-Tempel ist auch der weitläufigste Säulentempel der Welt. Der bemerkenswerteste Teil ist zweifelsohne der großartige Säulensaal, 102 Meter breit, 53 Meter tief, wo 134 dreiundzwanzig Meter hohe Säulen in die Höhe ragen. Der gesamte Komplex liegt östlich des Nils beim heutigen Luxor. Zusammen mit dem Tempel von Luxor bildete der Tempel von Karnak einst den bedeutendsten Tempelbezirk der alten Hauptstadt Theben. In der Antike verband eine Straße, die beidseitig von Widdersphingen gesäumt war, den Karnak-Tempel mit dem 2,5 km entfernten Luxor Tempel. Seit 2004 sind Arbeiten zur Freilegung der Straße im Gange.

LUXOR-TEMPEL

Der Tempel von Luxor wurde von Amenophis III. (1390 - 1352 v. Chr.) erbaut. Vermutlich auf den Resten wesentlich älterer heiliger Kultstätten. Das Dorf Luxor wurde auf dem Sand, der den Tempel weitgehend verschlungen hatte, errichtet. Die Grabungen sind bis heute noch nicht beendet, denn Funde wie zum Beispiel die Grube unter dem gepflasterten Hof des Amenophis III. im Jahre 1989, in der man mehrere, gut erhaltene Statuen fand, zwangen immer wieder zu Grabungspausen. Die entdeckten Statuen kann man übrigens im Museum von Luxor bestaunen. Schon der Eingang des am östlichen Ufer des Nils gelegenen Tempels wirkt sehr imposant. Am 1. Pylon, erblickt man noch zwei sitzende und eine stehenden Statue des Ramses II. Von den beiden Obelisken vor den Ramses-Figuren kann man heute nur noch einen bewundern. Der zweite Obelisk, ziert heute die Mitte des "Place de la Concorde" in Paris.