Wagners Reisen: Indien 2010    Zu den BILDERN

UDAIPUR

   Unsere Tour bringt uns nach UDAIPUR, wo wir im Rajputana Resort 2 Nächte verbringen. Wir fahren zum Pichola See und besichtigen den Stadtpalast. Hauptattraktion sind die in und am See liegenden Paläste, die zum Teil noch heute dem Maharana Arvid Singh als Residenz dienen, dem amtierenden Oberhaupt des Hauses Mewar. Durch das wehrhafte Hathi Pol (Elefantentor) und über eine Treppe gelangt man zum Chandra Mahal, in dem sich die Privatgemächer befanden. Stufen führen hinab zum Surya Chopar, einen Thronraum mit dem großen Sonnenemblem, dem Wahrzeichen des Hauses Mewar. Und es bietet sich die Möglichkeit zu einem kurzen Besuch des sogenannten Queen Palace, bestehend aus einem großen rechteckigen Hof und ihn umschließende Zimmerfluchten, in denen vor allem Miniaturmalereien und Porträts britischer Kolonialoffiziere zu sehen sind.

   Udaipur ist wirklich anders als alle anderen Städte in Rajasthan die wir besucht haben. Waren diese trocken und eher staubig, so gibt es hier genügend Wasser durch zahlreiche künstlich angelegte Seen. Dem entsprechend ist auch die Vegetation in der Stadt sehr üppig und auf jeden Fall einen Besuch wert sind die Sahelion Ki Bari. Der Name bedeutet übersetzt 'Garten der Ehrenjungfern'. Im umliegenden Garten mit Rasenflächen blühen üppige Bougainvillea und Streifenhörnchen laufen geschickt die Bäume hinauf und hinunter.

   Der Picholasee wurde im 15. Jhdt künstlich angelegt. Der Palast Jag Niwas, erbaut 1746, scheint im See zu schweben. Wir machen eine Bootstour und fahren zum Wasserpalast Jag Mandir, der etwa 100 Jahre früher unter Karan Singh begonnen und von Jagat Singh. I. fertiggestellt worden war. Bei unserer Rückkehr haben wir das Glück das Rama Navami-Fest miterleben zu dürfen. Ramas Geburtstag, Rama Navami, wird am neunten Tag der hellen Monatshälfte, 8 Tage nach Yugadi gefeiert. Das Fest gedenkt der Geburt von Rama, Sohn des Königs Dasharatha von Ayodhya. Und danach erleben wir einen supertollen Sonnenuntergang.

   Hier in Udaipur haben wir auch die Möglichkeit uns die Technik der Miniaturmalerei anzusehen. Ein Mann zeigt uns als erstes diverse Rohmaterialien, die Naturfarben und Halbedel- und Edelsteine. Blau zum Beispiel entsteht aus Lapislazuli. Farben und Perspektive spielen bei der Miniaturmalerei eine besondere Rolle. Er zeigte uns auch die hauchdünnen Pinsel, mit denen in winzigen Bewegungen das vorgezeichnete Bild ausgefüllt wird. Es wurde uns gesagt, dass diese Pinsel aus den Haaren lebendiger Streifenhörnchen gemacht sind.

   Später spazieren wir in kleinen Gruppen durch Udaipur, an vielen kleinen Geschäften vorbei, überall wird gehupt, jeder will etwas verkaufen, anschließend fahren wir mit dem Tuk-Tuk für 100 Rupien zurück zum Hotel.