AGRA
Auf der Fahrt nach AGRA, erleben wir indisches Alltagsleben pur, 6-reihige Mähdrescher oder eine Wasserbüffelherde mitten durch die Ortschaft.
Wir wohnen im Hotel Mansingh Palace. Früh morgens geht es los - das wohl schönste Erlebnis der Rundreise - TAJ MAHAL - bei Sonnenaufgang. Der 'Kronen-Palast' - Devanagari ist ein 58 m hohes und 56 m breites Mausoleum (Grabmoschee) auf einer 100 m mal 100 m großen Marmorplattform. Der Großmogul Shah Jahan ließ ihn zum Gedenken an seine im Jahre 1631 verstorbene Hauptfrau Mumtaz Mahal erbauen. In der Mitte des Mausoleums steht Mumtaz Grabmal, etwas links versetzt das von Shahjahan. Die sterblichen Überreste, befinden sich in Sarkophagen in einer Krypta unterhalb des Raumes. Eine weit verbreitete Legende besagt, daß ursprünglich noch ein Mausoleum aus schwarzem Marmor für Shah Jahan auf der anderen Seite des Flusses Yamuna geplant war, es hat aber nie existiert. Das weiße Taj Mahal spiegelt sich in einem Wasserbecken und läßt es im Wasser schwarz erscheinen.
Der Taj Mahal besteht aus Baumaterialien, die aus ganz Indien und Asien herangeschafft wurden. Über 1.000 Elefanten wurden zum Transport herangezogen, 28 verschiedene Arten von Edelsteinen und Halbedelsteinen wurden in den Marmor eingefügt.
Wegen eingegangener Bombendrohungen haben die indischen Behörden die Sicherheitsvorkehrungen verstärkt. Das Gelände des Taj Mahal kann nur noch durch Sicherheitsschleusen betreten werden. Die Mitnahme von Flüssigkeiten, Geld usw. ist Besuchern nicht mehr erlaubt. Das Baudenkmal wird von Soldaten rund um die Uhr bewacht. In seinem Umkreis wurde ein Flugverbot erlassen. Weiters sehen wir das Itmad-ud-daulah (das kleine Taj Mahal), das Mausoleum von Mirza Ghiyas Beg (der Großvater von Mumtaz Mahal).
Agra Fort - Erbaut von Akbar im Jahr 1565, beherbergt es viele interessante Gebäude, wie das Jehangir Mahal und das Khas Mahal, das Sheesh Mahal mit seinen Spiegelarbeiten, Deewan-e-Am, wo der Herrscher seinen Untertanen Audienzen gewährte sowie die ganz in Marmor erbaute Moschee Moti Masjid. Die doppelten Mauern der Festungsanlage sind mehr als 20 Meter hoch und erstrecken sich über eine Länge von 2,5 Kilometern. Der Wassergraben um die Festung herum soll während der Zeit der militärischen Nutzung mit Krokodilen gefüllt gewesen sein. Wir betreten das Fort beim Amar Singh Gate, Öffnungszeit täglich zwischen sechs Uhr morgens und halb sechs Uhr abends.
Weiters war es sehr interessant der Kunst der Einlegearbeiten zu zusehen.
Hier in Agra waren die Nächte für uns sehr lang. Die erste Nacht wurden wir von einer verzweifelten Frau, deren Mann im Badezimmer gestürzt ist, aufgeweckt, während Er(nst) Erste Hilfe leistete versuchte (Usch)I bei der Rezeption Hilfe zu finden. Leider war Niemand zu finden, also wieder rauf ins Zimmer und unseren Reiseleiter anrufen und gleich wieder runter zur Rezeption, diesmal wurde ich fündig, es wurde ein Arzt gerufen. An Schlaf war in dieser Nacht nicht mehr zu denken, da wir ja schon früh morgens geweckt wurden, um unseren nächsten Besichtigungstag zu starten. Am nächsten Morgen mussten wir leider erfahren, dass der Mann verstorben ist.
In der 2. Nacht Weckruf. Wir beide raus aus den Federn, waschen, anziehen, Koffer rausstellen, los gehts zum Frühstück. Am Weg zum Lift wunderten wir uns darüber wie ruhig es im Haus ist - na klar, es war erst 2.30 Uhr. Auch in dieser Nacht machten wir kein Auge zu. Ein angeblicher Computerfehler war schuld daran.
Gott hat den Indern die Zeit gegeben und den Europäern die Uhr. Wie wahr, wie wahr!