Mundart Gedicht von Karl Kaller
Die Rittersfrau auf ihrem Erker,
sie liebte es schon stärker:
Ihr Mann die Knappen und Vasallen,
hörten ihre Töne tuten und auch knallen.
In spät´rer Zeit, im Rokoko,
da war man auch nicht so,
die Krinoline, dieses Ding,
durch keine Häusltüre ging,
drum rauschte damals zart und fein
hosenlos ein Wässerlein.
So ging es weiter, fort und fort,
statt Häusl sagt man nun Abort,
der Bauersmann in seinem Stolz,
saß nun im Häuschen ganz aus Holz,
im Türl war dann in der Mitten,
ein kleines Herz herausgeschnitten.