Mundart Gedicht von Karl Kaller
Bin scho do und geh durchs Tor
finds wia immer wunderbar
schene Blumen vüle Bam
s´Schloss dazua es is a Tram
i geh de Wegerl hin und her
do kummt a junger Bursch daher
im Laufschritt is der guade Maun
sei Kopf is wia a Biberhau´n
um´d Stirn hod er a Bandl bund´n
schwitzt und is a scho verschwunden.
Kurz drauf rennt a gaunze Grupp´n
hintendrau a siasse Pupp´n
A Freid wias des Madl schupft
was liabs in ihrem Bluserl hupft,
se eil´n dahin, san scho um´s Eck
kurz wia a Spuk, san´s olle weg
i geh jetzt obe ins Paterre
do keicht a blader Maun daher
er pfaucht, wird er scho hin?
So schrecklich wia a Dampfmaschin
ma geht weida wird´s scho g´wehnt
wia olles durcheinaunder rennt.
Jogger - diese Frauen und Männer
für de gibt´s anes nur - des Renna.
G´sund soll des Gaunze sein
i denk noch und sog kurz - nein
Zwoa a mia san g´rennt in jungen Joahrn
oba nur weu´d Tramway is scho g´foahrn
nix gegen Wandern und a bisserl Rasten
zu was des Renna und des Hasten
des flitzen durch Föd und Woid
du wirst do eh´ von söba oid
vom Hatschen dann scho g´nua
tuast gern sitzen gibst a Ruah!