Reisebericht                ‹•INFO-KENIA•›

Kenia - das ostafrikanische Land lockt mit einem magischen Mix aus großartiger Tierwelt, reichem Kulturerbe und Traumstränden. Bei einer Reise durch Kenia kann man die Tierwelt beobachten oder relaxen an den endlosen Sandstränden des Indischen Ozeans. Abenteuer, Bauchvergnügen, Kultur und Kulinarik - der ideale Urlaub für uns.


  Auch diesmal wollen wir mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zum Flughafen fahren und es beginnt wieder mal sehr lustig - mit den schweren Koffern rauf zum Bahnsteig der U4 in Heiligenstadt, oben angelangt kommt die Durchsage, dass die U-Bahn erst ab Friedensbrücke fährt, also Aus, Stop, Retour...., jetzt erklären sich auch die vielen Polizeiautos vor dem Bahnhof Heiligenstadt. Wir müssen umplanen, Fußmarsch zum D-Wagen, Weiterfahrt mit Linie 1 und anschließend mit dem ÖBB-Bus zum Flughafen Wien, Ticket 7 € pro Person. Aber auch mit den Flugzeugen haben wir kein Glück, schon unser Flug nach Amsterdam mit KLM hat eine 1/2 Stunde Verspätung und auch der Weiterflug mit Martinair startet mit 1 1/2 Stunden Verspätung, die wir im Flugzeug wartend verbringen. Flug relativ unruhig, um 6.26 Uhr Kenia-Zeit herrlicher Sonnenaufgang und bald darauf der erste Blick zum Kilimanjaro.


  'Nur' ein Langstreckenflug also und ca. 1 1/2 Std. Autofahrt liegen zwischen der Hektik Wiens und dem Paradies, in dem wir gelandet sind. Ehrfurcht erfüllt das Herz, Afrika, Wiege der Menschheit, endlich sind wir da.


  Kaum in Afrika angekommen, begegnen wir der ersten Schlange. Nur die Nerven behalten! Am Kopf der Schlange sitzen zwei Beamte hinter dem Einreiseschalter. Nach einer Viertelstunde und zwei ausgefüllten Formularen ist alles geschafft. 25 US-Dollar pro Person in bar, und schon haben wir das Visum für Kenia.


  Das Southern Palms Beach Resort 4°16.108' S, 39°35.730' O befindet sich ca. 35 km von Mombasa entfernt am Indischen Ozean. Wir wurden von D.M.-Tours vom Flughafen abgeholt und nach ca. 1 1/2 Stunden Fahrtzeit (inkl. Likoni Fähre) durch Mombasa und Umgebung zum Hotel gebracht. Das im maurischen Stil erbaute Hotel besteht aus einem Haupthaus und acht 3-4 stöckigen Nebengebäuden, auf die sich 298 Zimmer verteilen.
  Die Anlage hat einen großen tropischen Garten und Kenias größte Poollandschaft mit zwei Swimmingpools, Poolbar, Whirlpool und Kinderbecken. Abends werden Livemusik, Shows oder Folklore angeboten. Die im typischen Lamu-Stil eingerichteten Standard Zimmer verfügen über Dusche/WC, Haartrockner, Klimaanlage, Telefon, TV mit DVD-Player. Alle Zimmer haben Balkon oder Terrasse, auf der auch schon mal die kleinen Äffchen herumturnen, die manchmal die Anlage besuchen.

  Im Nyama Choma Grill-Restaurant gab es Gegrilltes vom Lamm, Rind, Fisch, Huhn, mit Gemüse, Reis und Ananas, hat ausgezeichnet geschmeckt und war auch sehr romantisch. Unsere erste Woche haben wir mit Relaxen, Schwimmen und langen Strandspaziergängen verbracht, man kann z. B. am Beachwalk teilnehmen und da von den Animateuren viel Interessantes über Land und Leute erfahren. Z. B. über den Congo River (600 km lang) - dessen eigentlicher Name ist Mwachema-River und die älteste Moschee Ostafrikas genannt Moti Masjid oder über die Baobab-Bäume und die Mangrovenwälder. Dem Strand ist übrigens ein Riff vorgelagert, welches ein guter Schutz vor zu großen Wellen ist. Dies schützt aber leider nicht vor den lästigen Strandboys. Daniel sei aber 'extra' erwähnt, er hat uns angesprochen, natürlich um uns etwas zu verkaufen, aber er hat brav bis nach der Safari gewartet ohne uns weiter zu belästigen, und so haben wir schlußendlich auch bei ihm Kettchen und Armbänder gekauft.


  Kenia ist das Ursprungsland der Safari. Allerdings wissen nur wenige, dass das Wort 'Safari' aus der Landesprache Suaheli kommt und einfach nur 'Reise' bedeutet.
  Heutzutage geht man mit der Kamera auf Safari, so auch wir.


8. Februar

  Am 8.2. startet unsere Safari, wir werden um 6.35 Uhr von unserem Fahrer Nas abgeholt und lernen unsere Mitreisenden Gabriele und Roland Möller kennen. Hiermit senden wir liebe Grüße an euch beide. Unsere Tour mit dem Landcruiser startet also mit der Fahrt durch Mombasa und um 10.08 Uhr sind wir am Buchuma Gate beim Tsavo Ost Nationalpark.
  DerTsavo Ost 2° 11′ 0″ S, 38° 25′ 0″ O besteht im wesentlichen aus einer dünner bewachsenen Dornbuschsavanne. Berühmt sind die "Roten Elefanten" des Tsavo, die sich mit der roten Erde ein'stauben' um sich damit vor Sonne und Insekten zu schützen. Weite Savanne und bewaldete Vulkankegel, rote Lateriterde und grüne Akazienwälder. Auf der Fahrt durch den NP sehen wir Impalas, Elefanten, Gazellen, Sträusse, wir kommen zum VOI-Gate und bald danach sind wir beim Aruba Damm und checken in der Ashnil Aruba Lodge ein.


  Die Ashnil Aruba Lodge 3°21.018' S, 38°49.095' O wurde im April 2008 eröffnet und liegt am Ufer des Voi Rivers mit Aussicht auf den Aruba Damm. Die Lodge besteht aus 40 modernen, komfortablen Doppelzimmern, einem gut ausgerüsteten Restaurant, Bar, Souvenirshop und Swimmingpool. Das Hauptgebäude wird von Akazien beschattet und dort befinden sich die Rezeption, Lounge, Speisesaal, Bar und Veranda mit Aussicht auf den Damm. Wir nutzen die kurze Zeit bis zur Nachmittags-Pirschfahrt um vom Swimmingpool die Paviane, Giraffen und Elefanten am Stausee zu beobachten.


  16 Uhr - Mit dem Geländewagen durchstreifen wir den Nationalpark, sehen Riesentrappen, Gerenuks und Dik-Dik's (afrikanische Zwergantilopen). Man kann es nicht glauben, wir reiben uns die Augen, ist das real? Sind das wirklich Zebras, die da friedlich in der Abendsonne grasen? Rote, staubige Piste, Elefanten, Löwen und Giraffen, Buschland bis zum flimmernden Horizont. Tja, Kenia bedeutet eben endlose Weiten, aber auch dichte, tropische Regenwälder, palmengesäumte Sandstrände und steinige Halbwüsten, erloschene Vulkane und Schnee am Äquator, sagenhaft!


  Um 18.32 Uhr erreichen wir wieder die Lodge, ein ausgezeichnetes Abendessen erwartet uns. Wir gehen früh zu Bett, denn morgen heisst es zeitig aufstehen.


9. Februar

  Früh morgens fahren wir weiter Richtung Tsavo-West NP 3° 19′ 0″ S, 38° 8′ 0″ O , doch plötzlich dreht unser Fahrer Nas nochmal um....? eine Löwin beim Aruba-Damm. Von allen Seiten kommen die Safari-Autos, die Löwin stört dies überhaupt nicht, sie nimmt direkt vor unseren Autos Platz und geniesst die Morgensonne. Wir könnten ihr stundenlang zuschauen, doch wir müssen weiter, vorbei an den Taita-Hills, Tsavo River und Mundana Rock sehen wir Masai-Giraffen und plötzlich in der Ebene Sheitanis Lava mit Blick auf die Chyulu-Hills. Zu Mittag erreichen wir das Severin Safari Camp. Die Landschaft des Tsavo West ist insgesamt hügeliger, bergiger und feuchter als die des größeren Tsavo Ost.


  Das Severin Safari Camp 2°59.894' S, 37°59.212' O befindet sich in der Nähe von Mzima Springs mit Blick auf die Chyulu Hills. Es hat 20 geräumige Zelte und ist mit Makuti überdacht. Das an den Seiten offene Restaurant und die Bar befinden sich in der Mitte mit Blick auf zwei Wasserlöcher und die angrenzenden Ebenen. Man kann also beim Essen viele Tiere beobachten. Die Zelte sind geräumig, haben ein Badezimmer mit heißer Dusche. Der Swimmingpool ist wirklich vom Feinsten, das Camp wird von einem Deutschen geführt. Vor unserem Zelt haben wir in den Morgenstunden die Büffel und Hippos schmatzen gehört, leider ziehen sie sich zurück sobald es nur ein bisschen heller wird. Jetzt wissen wir auch, warum man im Finstern nur mit einem Masai-Guide durch die Anlage gehen darf. Die Askaris (Wachpersonal) kommen sobald man den Signalknopf gedrückt hat, man wird abgeholt und zum Restaurant begleitet - sicher ist sicher.


  Um 16 Uhr startet auch heute wieder unsere Nachmittagstour, diesmal ca. 11 km bis nach Mzima Springs. Die Stromschnellen und das Quellbecken der Mzima Springs bieten Lebensraum für Krokodile, Flußpferde und Fische und über eine Pipeline einen Großteil der Trinkwasserversorgung für Mombasa. Mitten im staubigen Busch taucht plötzlich ein dichter Wald aus Doum- und Raphiapalmen auf. Inmitten der Vegetation liegt ein glasklarer Süßwassersee. Fast unwirklich erscheint die grüne Oase mitten in der staubtrockenen Landschaft. Ganz besondere Einblicke bietet eine Unterwasserkammer, von der aus man durch Glasfenster sieht, was sich unter Wasser abspielt. Hier begleitet uns ein ortskundiger Guide mit Maschinenpistole.
  Abends sitzen wir noch einige Zeit mit Gabi und Roland beim Lagerfeuer bei einem kühlen Bier um die Ereignisse des Tages zu verarbeiten.


10. Februar

  6 Uhr Tagwache, 6.30 Uhr Frühstück, 7 Uhr Abfahrt. Da die Verbindungswege zwischen dem Tsavo-West-Nationalpark und dem Amboseli NP ein beliebtes Revier von Wilderern sind, wird die Strecke seit einiger Zeit nur noch im Konvoi und in Begleitung bewaffneter Ranger befahren.

  Die Chyulu Hills 2° 41" S 37° 53" O gehören zu den jüngsten vulkanischen Bergen weltweit, sie sind erst vor 500 Jahren entstanden. Bei diesen wunderschönen Bergen sehen wir sozusagen eine Wüste schwarzer Lava, die als Sheitanis Lava bekannt ist. Nach einer Sage der Masai sollen zwei gigantische 'Feuerteufel' im Kampf die Erde zum Schmelzen gebracht haben. Der Lavastrom erhielt auch aus dieser Sage seinen Namen, denn Sheitani steht für das Suaheli Wort Teufel.


  Für den Kenia Urlaub ist der Amboseli-Nationalpark 2° 38′ 29″ S,37° 14′ 53″ O ein Muß. Es ist einer der meistbesuchtesten und ältesten Nationalparks in Kenia. Mit 392 qkm ist er aber auch einer der kleinsten Parks. Der Park liegt auf einer Höhe von 1400 bis 1900 m. Meist bestimmen ausgedörrte Savannen und trockene Ebenen das Bild des Amboseli. Zahlreiche Sumpfgebiete im Amboseli werden aus unterirdischen Quellen gespeist. Bei den Masai bedeutet das Wort Amboseli "salziger Staub".

Auf tansanischem Staatsgebiet befindet sich der 5892 m hoch aufragende Kilimanjaro und beherrscht das Landschaftsbild, wenn er nicht gerade von Wolken verhüllt ist, was bei unserer Ankunft leider der Fall ist.

Der große, alkalische Amboseli-See (Lake Amboseli), der dem Nationalpark seinen Namen gab, bedeckt rund ein Drittel der Parkfläche. Seltene starke Regenfälle führen dazu, dass sich der sonst trockene Lake Amboseli mit Wasser füllt.


  Wir besuchen die ALASITI-Masai, zu einem Preis von € 50 pro Auto dürfen wir vom Leben der Masai lernen, wie sie leben, erfahren mit welchen Naturmitteln sie Krankheiten lindern. Masai haben mindestens 50 Rinder. Um ihre Hütten, welche aus 'Kuhscheisse' gebaut sind, bauen sie aus Gestrüpp Zäune auf, in deren Schutzbereich nachts die Tiere kommen. Häufig haben Masai bis zu 5 Frauen, also schwer beschäftigt die kleinen Männlein, zu guter Letzt sollen wir natürlich auch noch echte Masai-Handarbeit kaufen. Irgendwie wirkt alles so unwirklich und gestellt, es würde uns nicht wundern, wenn sie gleich nach unserem Verschwinden in ihre Autos steigen um zu ihren Ziegelhäusern zu fahren. Hihi! Ein Hoch auf die Touristen.


  Wir wohnen in der Ol Tukai Lodge 2°40.031' S, 37°16.869' O , diese liegt im Herzen des weltbekannten Amboseli National Park, am Fuße des Mt. Kilimanjaro, wurde mit lokalem Material gebaut und fügt sich harmonisch in die Umgebung ein. Wir wohnen am Elephant Walk. Die Lodge verfügt über einen Swimmingpool mit sagenhaftem Blick zum Berg und der Tierwelt. Auch heute nutzen wir die freie Zeit zum Relaxen am Pool.

  Leider wird das Wetter immer schlechter, wir sind schon ganz verzweifelt, weil der Kili sich überhaupt nicht richtig zeigen will. Am Nachmittag fahren wir wieder in den Park, unser Guide Nas gibt nicht auf und bemüht sich, wir fahren durch öde Landschaft, aufgrund des schlechten Wetters alles grau in grau, wir sind alles andere als begeistert, trotzdem machen wir brav mit um den 'kleinen' Kilimanjaro zu besteigen. Ein kleiner Hügel mitten im Amboseli Park, oben angelangt steht plötzlich Nas mit Sekt vor uns, kurz zeigt sich auch die Sonne, wir beobachten die Elefanten bei ihrem Schlammbad. Abends sitzen wir am Lagerfeuer und lassen die Eindrücke des Tages nochmal an uns vorbeiziehen.


11. Februar

  Heute morgen zeigt sich der Kilimanjaro doch noch von seiner schönen Seite, es scheint die Sonne. Links und rechts wachsen wie knochige Skulpturen die Regenschirm-Akazien aus dem gelben Savannenboden, da turnt eine Affenfamilie und dort streift ein Buschbock durchs Savannengras. Dann fahren wir auf der A 109 weiter Richtung Nairobi. Leider hat uns ein Unfall einige Zeit gekostet und wir kommen erst spät in Nairobi an, doch auch hier gibt es fast kein Weiterkommen - Stau überall. Wir verlassen Nairobi, fahren durch kleine Ortschaften, der Ruf nach der Buschtoilette wird immer lauter, aber wir schaffen es doch noch bis zu einem Verkaufsstand (WC) in ca. 2000 m Höhe mit Blick zum Rift Valley und zum Mount Longonot, einem Vulkan. Danach gibts es Mittagessen für's Auto.

  Wir befinden uns nun im Distrikt Nakuru, nordwestlich von Nairobi. Naivasha (Stadt und See) liegt am Streckenverlauf der Uganda-Bahn und am Highway zwischen Nairobi und Nakuru. Der Hauptwirtschaftszweig ist die Landwirtschaft, rund um Naivasha werden hauptsächlich Schnittblumen angebaut.


  Lake Naivasha 0° 46′ 10″ S, 36° 20′ 25″ O "das wogende Wasser" - Der silbern glänzende Naivasha-See ist der reinste und höchste aller Rift-Seen, liegt 1890 m über dem Meeresspiegel. Er wird von zartem Papyrus, sumpfigen Lagunen und grasbewachsenen Ufern gesäumt, in denen Schreiseeadler und Goliathreiher, Möwen und Enten, Pelikane und Marabus, Eisvögel und Kormorane, Graureiher und Ibisse leben und natürlich Hippos. Wir sehen das Afrikanische Blatthühnchen, das mit seinen weit gespreizten, langen Zehen auf Schwimmblättern einher spaziert, und beobachten große Pelikane, die sich schwerfällig zum Flug erheben. Blesshühner laufen auf der gekräuselten Wasserfläche dahin, ständig streicht eine frische Brise über den See, in dem es keine Krokodile gibt.


  Die Flusspferde sind allgegenwärtig, ob an den Rändern des Sees oder mitten auf dem See, wo sie zwischen den Klumpen von Papyrus und Wasserlilien schwimmen und tauchen.


  Wir kommen um 12.43 Uhr in der Naivasha Sopa Lodge 0°49.512' S , 36°22.754' O an. Am Südufer des Lake Naivasha, etwa 90 km von Nairobi und 15 km von der Stadt Naivasha entfernt. Kurze Zwischenlandung im Pool, dann fahren wir mit dem Boot auf den See € 38, sehen Hippos, Pelikane, Blesshühner, Wasserböcke, Kormorane und vieles mehr, sowie keine Flamingos.


  Die Lake Naivasha Sopa Lodge hat 84 Zimmer und ist in 21 Cottages im Halbkreis angeordnet. In der Anlage laufen auch tagsüber zahlreiche Tiere umher und nachts hört man die Büffel und Wasserböcke. Spät nachts sitzen wir noch auf unserem Balkon um die Tiere im Park zu beobachten. Lala Salama!


12. und 13. Februar

  Tja, wir haben verschlafen, Gott sei Dank haben uns Gabi und Roland doch noch rechtzeitig aufgeweckt, Abfahrt pünktlich um 7 Uhr, 6 Stunden Fahrt zur 'Masai Mara', dem größten Tierschutzgebiet der Welt und der Heimat der 'Big Five', Leopard, Elefant, Nashorn, Büffel und Löwe stehen auf dem Programm. Wir fahren durch die Stadt Narok in der Provinz Rift Valley, kommen beim Sekanani-Gate in die Masai Mara, um 12.46 Uhr sind wir beim Talek Gate, jetzt ist es nicht mehr weit zum Oloshaiki Camp.


  Das Oloshaiki Camp 1°28.349'S, 35°17.552' O ist ein kleines Zeltcamp in wunderbarer Lage. Die 8 Zelte stehen direkt am Talek River und haben somit einen fantastischen Ausblick auf den Fluss. Die Zelte sind geräumig und sehr gemütlich eingerichtet. Da das Camp nicht sehr groß ist, herrscht hier eine sehr vertraute und heimische Atmosphäre. Hier verbringen wir 2 Nächte, und auch hier wird man von Masai abgeholt und zum Restaurant gebracht. Strom gibt es nur zu bestimmten Zeiten. Das abendliche Buffet war ausgezeichnet, es gab typisch kenianische Speisen, zum Beispiel: Ziegenfleisch, “Ugali” (Maisbrei) und “Sukuma Wiki” (eine Art Spinat), “Kachumbari” (Tomatensalat) oder “Chapati” (indisches Fladenbrot). Die Küche im Hochland ist meist einfach, mild gewürzt, aber schmackhaft, hiermit auch ein Danke schön an alle, die für unser Wohlbefinden bei dieser Reise gesorgt haben.


  Die Masai Mara (auch Massai Mara oder Maasai Mara) 1° 29′ 24″ S, 35° 8′ 38″ O gilt als eines der bedeutensten und populärsten Tierschutzgebiete in Afrika. Seinen Namen verdankt der Park dem hier lebenden Nomadenvolk der Masai und dem ihn durchquerenden Flußlauf - dem Mara. Der Fluß führt das ganze Jahr über Wasser und ist 400 km lang. Der 1.672 km2 große Nationalpark bildet den nördlichen Teil des Serengeti Nationalparks in Tansania. Weite Gebiete des Parks werden von offenem hügeligen Grasland mit vereinzelten Akazien dominiert und bieten dadurch auf einer Safari perfekte Möglichkeiten zur Beobachtung der reichlich vorhandenen Wildtiere. Soweit zur Theorie, denn bei uns war wieder mal alles anders, leider konnten wir am ersten Tag nur sehr wenige Tiere sehen, wahrscheinlich waren sie genausowenig vom Wetter begeistert wie wir, denn wir hatten mal wieder unsere Wagner-Wolke mit eingepackt.
  Die Masai Mara hat den Status eines National Reserve. Den hier lebenden Masai ist es erlaubt, in Teilen des Parks ihre Rinderherden weiden zu lassen. In Nationalparks hingegen genießen die Wildtiere absoluten Vorrang. Konflikte zwischen Masai und den hier lebenden Raubtieren - insbesondere den zahlreichen Löwen - bleiben dabei natürlich nicht aus, und die Hirten erhalten für gerissene Rinder aus ihren Herden eine Entschädigung von der Parkverwaltung.


  Einchecken im Oloshaki Camp, Begrüßungsdrink und die wohltuenden Erfrischungstücher, dann ziehen wir wieder in die Wildnis. Zarte Gazellen springen anmutig durch die Luft, dann die ersten Elefanten. Bis zu 18 Stunden am Tag und ca. 200 kg Grünzeug muß ein Elefant fressen, um sein Idealgewicht halten zu können. Der Neid könnt an fressen!


  Die Flusspferde sehen wir im Talek River, sie wohnen im schlammfarbenen Gewässer. Sie tauchen unter, stehen bis zu einer halben Stunde ohne Luft zu holen unbeweglich unter der Strömung. Flusspferde verbringen jede Nacht rund fünf bis sechs Stunden mit der Nahrungsaufnahme, dabei nehmen sie täglich rund 1 bis 1,5 Prozent ihres Körpergewichtes zu sich. Zwei männliche Hippos steigen aus dem Wasser, ein Flusspferd zeigt mit weit geöffnetem Maul seine großen Schneide- und Eckzähne, das zweite wirbelt mit dem Schwanz seinen Kot durch schnell kreisende Schwanzbewegungen durch die Gegend, dies wird eher einer Signal- als einer revieranzeigenden Funktion zugeordnet. Und wir zwei beide hautnah dabei.

  Riesentrappen sind die größten und schwersten flugfähigen Vögel Afrikas, bis zu 15 kg schwer, überall sehen wir Topis (aus der Familie der Kuhantilopen), aber am meisten beeindrucken uns die Löwen: Zuerst sieht man nur ein paar blonde Ohren aus dem Savannengras schauen. Ganz ruhig sitzen sie da und beobachten ihr Abendessen.

  Zebras - irgendetwas warnt die gestreifte Herde, die sich binnen Sekunden in eine tosende Staubwolke verwandelt. Verschwunden in den endlosen Weiten Afrikas. Die Löwenfamilie nimmt es gelassen, gähnt und lässt sich auf den warmen Boden plumpsen. Einer über dem anderen. Diese Raubtiere, die keine natürlichen Feinde kennen, wirken im Umgang miteinander richtig zärtlich! Die Löwen-Jungen tollen herum. Papa Löwe liegt etwas abseits der Familie. Aber wehe die Harmonie wird gestört, dann zeigen sie schon mal ihre Beisserchen.

Der zweite Tag in der Masai Mara beginnt mit einem Buschfrühstück. Wir sitzen mitten in Kenias Landschaft auf einer Decke und geniessen unser mitgebrachtes Frühstück bestehend aus Käsesandwich, Ei, Würstchen, Orangensaft, Kaffee und Banane und die Hornraben beobachten uns dabei.

  Später sehen wir auch noch einen Löwen der sein Beute-Zebra ganz lässig aus den Augenwinkeln bewacht.

Ein Adler sitzt auf einem dürren Baum und dort steht ein gefleckter Eiffelturm in der milchigen Ferne. Eine Giraffen-Lady. Das ist Gänsehautfeeling pur!!

  Dann haben wir in der Abenddämmerung auch noch Glück, ein Leopard hängt ganz lässig im Geäst, die muskulösen Beine lässt er cool baumeln, den Kopf gebettet auf dem harten Holz, als wäre es weich wie Daunen.

  Zweimal dürfen wir auch die 3 Geparden-Brüder beobachten, die schnellsten Landtiere der Welt liegen gelangweilt und scheinbar satt im Savannengras. Gepard-Männchen formen Verbände, in denen sie (meistens Wurfbrüder) zu zweit oder dritt leben. Die Weibchen leben meistens allein - mit Ausnahme der Zeit, in der sie Junge führen.

  Abends gibt's wieder Lagerfeuerromantik, Hyänen sind oft gut zu hören, da sie sich während der nächtlichen Jagd durch Rufe koordinieren. Eine Hyäne hat nachts das Zeltcamp inspiziert. Naserümpfend ist sie dann von dannen gezogen, weil sie den Geruch von Menschen scheinbar nicht mag. Na Gott sei Dank!

  Man sollte auch auf die auffälligen Alarmrufe anderer Tiere wie Affen und Vögel hören und eine Taschenlampe benutzen, um rechtzeitig darauf vorbereitet zu sein, einem Tier gegenüber zu stehen.


14. Februar

  Wie jeden Morgen heißt es zeitig aufstehen, Frühstück, Abfahrt, wir verlassen die Masai Mara, sehen auf unserer Fahrt noch Hornraben und viele Gnus, leider keine Nashörner, werden auf den gravel roads (Schotterstraßen) so richtig schön durchgeschüttelt. Spät mittags Ankunft in Nairobi, Mittagessen im Pizza Inn an einer Tankstelle, dann werden wir zum Flughafen gebracht.
  Ein großes Danke schön an Nas, unseren Fahrer und Guide - ASANTE SANA. Nas war immer zu Scherzen aufgelegt, hat uns Suaheli näher gebracht und war ein sicherer Autofahrer, keine Ahnung wie man es schafft, Auto zu fahren und gleichzeitig die Simkarte des Handys zu wechseln und trotzdem links und rechts der Piste die Tiere zu entdecken.

  15 Uhr Abflug nach Mombasa, Ankunft um 15.54 Uhr, wir werden abgeholt und zu unserem Hotel gebracht. Noch schnell ein Sprung ins warme Meer, dann geniessen wir den Abend.


15. Februar

  Entspannung ist angesagt, leider ziehen am vormittag noch Wolken die Küste entlang. Bei einem Beachwalk verabschieden wir uns von Kenias Traumstrand.


16. Februar

  Eigentlich müssen wir erst um 4.45 Uhr aufstehen, aber wir werden schon um 4 Uhr Kenia-Zeit vom Regen geweckt, 5 Uhr Frühstück, 5.20 Uhr Abfahrt, 6.45 Uhr beim Flughafen, alles geht sehr schnell, Boarding beginnt zu unserer Überraschung auch schon um 8.25 Uhr statt um 8.55 Uhr, aber dann ...... warten, warten, warten, pole, pole, die Crew kommt zu spät, daher verzögert sich unser Abflug und wir starten erst um 10.50 Uhr (Kenia-Zeit). Wir fliegen mit Martinair, beim Rückflug zwar etwas bequemer, aber es ist saukalt und es tropft, Sitz 32 G ist defekt.


  7076 Flugkilometer nach Amsterdam, kommen um 17.37 Uhr an, um 19.30 Uhr beginnt das Boarding für den Flug nach Wien, pünktlich um 20.00 Uhr heben wir ab, bekommen noch einen kleinen Snack, bei KLM gibt es auch alkoholische Getränke gratis, kurzes Nickerchen und schon sind wir wieder in Wien gelandet.


  Diesmal haben wir mit den Öffis mehr Glück, wir erwischen die Schnellbahn um 22.48 Uhr, haben nur eine Minute Wartezeit bei der U-Bahn und auch der Bus in Heiligenstadt fährt pünktlich, so sind wir um 23.45 Uhr schon zu Hause.


  Diese wunderbare Reise haben wir über www.KARIBU-KENIA-SAFARIS.de gebucht. Mit Organisation und Ablauf waren wir äußerst zufrieden.


 Insgesamt sind wir fast 1700 km gefahren, je 2 Tagesetappen zwischen 87 km und 310 km, bei Höhenunterschieden zwischen 28 m und ca. 1980 m.


  Das Lied “Hakuna Matata” hört man überall in Kenia, hier der Text geschrieben vom Kenianischen Musiker Teddy Kalanda Harrison (1980)


Jambo Hello
Jambo,
Jambo Bwana,
Hello,
Hello Sir,
Habari gani How are you,
Mzuri sana. Very fine.
Wageni, mwakaribishwa,Foreigners, you're welcome,
Kenya yetu
Hakuna Matata.
In our Kenya
there is no problem.
 
Kenya nchi nzuri,Kenya is a beautiful country,
Hakuna Matata.There is no problem.
 
Nchi ya maajabu A wonderful country
Hakuna Matata.There is no problem.
 
Nchi yenye amani,A peaceful country,
Hakuna Matata.There is no problem.
 
Hakuna Matata,There is no problem,
Hakuna Matata.There is no problem.
 
Watu wote, Everybody,
Hakuna Matata,There is no problem,
Wakaribishwa,Are welcome,
Hakuna Matata.There is no problem.
 
Hakuna Matata,There is no problem,
Hakuna Matata.
(mpaka mwisho)
There is no problem.
(till end)